Der Weg ins Digitale – Von der Fachhochschule Lübeck zu Oncampus

Prof. Rolf Granow

Prof. Rolf Granow

Prof. Dr.-Ing. Rolf Granow ist Geschäftsführer der Oncampus GmbH. Wir haben ihn nach der Strategie die Fachhochschule Lübeck gefragt. Wie ist der Wechsel einer Bildungseinrichtung ins digitale Zeitalter zu bewältigen? Nach einer kurzen schriftlichen Vorstellung, konnten wir einige Frage im Videointerview vertiefen.

 

 

 

 

 

 

 


Welche Bildung bietet Ihr Unternehmen an?

Wir bieten Online-Studiengänge, Online-Weiterbildungskurse und offene Online-Kurse (MOOCs) an. Eine Übersicht unserer Angebote findet sich unter oncampus.de, bzw. unter mooin.oncampus.de

Für welche Zielgruppe sind Ihre Angebote?

Wir fokussieren auf Berufstätige und Menschen, die ihre Kompetenzen im Rahmen Lebenslangen Lernens weiterentwickeln wollen.

Wie finanzieren Sie das Angebot?

Die konsekutiven Online-Studiengänge sind Regelangebote der beteiligten Fachhochschulen (FH Lübeck und Virtuelle Fachhochschule) und finanzieren sich aus dem Haushalt der Hochschulen, sowie Medienbezugsgebühren, die die Online-Studierenden an die Hochschulen entrichten. Die weiterbildenden Online-Studiengänge und Online-Weiterbildungskurse finanzieren sich aus kostendeckenden Teilnahmegebühren. Die MOOCs finanzieren sich (noch) aus Drittmittelprojekten (für MOOC-Entwicklung und –Betreuung) und Prüfungsgebühren (für die Prüfungen). Für den nachhaltigen Betrieb werden Finanzierungsmodelle im Rahmen eines umfangreichen Forschungsprojektes) entwickelt. Gedacht ist dabei u.a. an eine Verzahnung von MOOCs mit regulären Lehrveranstaltungen im Rahmen von grundständigen Studiengängen.

Werden sich Ihre Angebote durch die Digitalisierung verändern?

Unsere Angebote sind bereits zu fast 100% digital. Trotzdem werden sie sich durch die weiterhin disruptive Entwicklung der Digitalisierung auch in Zukunft grundlegend verändern – nur der Digitalisierungsgrad wird bleiben. Unser Ziel ist es, durch eine agile Organisation hochinnovative digitale Lernszenarien frühzeitig zu entwickeln und für die breite Nutzung anzubieten.

Sehen Sie die Entwicklung am Markt für Ihr Unternehmen positiv?

Wir erwarten starke Zuwächse, da wir beim Paradigmenwechsel vom digitalen Lernen zum Lernen in der digitalen Gesellschaft eine starke Verlagerung des Lernens vom grundständigen Lernen hin zum postgradualen lebenslangen Lernen erwarten. Der Bildungsbedarf wird im Verlauf des Berufslebens stark zunehmen und eröffnet Marktnachfragen, die wir heute noch überhaupt nicht haben. Wir sehen unsere strategische Position in diesem wachsenden Marktsegment – für postgraduales Lernen, wie überhaupt für alle Formen des berufsbegleitenden Lernens wird digitales Lernen die erste Wahl sein: wenn alles digital ist, warum soll dann ausgerechnet das Lernen analog bleiben?


Das nachfolgende Video ist leider in Ton und Bild nicht optimal. Wir bitten um Verständnis. Im Keller des Berliner Congress Centrum (VHSTAG 2016) war die Bandbreite nicht optimal. Das Interview wurde im Adobe Connect Raum von Oncampus geführt.

Ein Gedanke zu “Der Weg ins Digitale – Von der Fachhochschule Lübeck zu Oncampus

  1. Interessantes Interview, vielen Dank. Oncampus/mooin ist ja wirklich sehr innovativ in der Digitalisierung der Lehre, ein echter Trendsetter in Deutschland! Auch dass reine Online-veranstaltungen angeboten werden (ohne Präsenzpflicht) und die Kombination von Hochschul- und Weiterbildung unter einem Dach gibt es so ja kaum anderswo in D. Vielleicht könnten in Zukunft im Bereich der MOOCs noch etwas mehr auf die tatsächliche „Nachfrage“ abgestimmte Themen angeboten werden (die Nischenkurse über Volleyball und „Unser Dorf“ sind ja für manche Teilnehmer sicher interessant, sprechen aber vermutlich weniger die große Masse an…). Auf jeden Fall weiter so mit oncampus/mooin!

Die Kommentarfunktion ist deaktiviert.