Der Weg ins Digitale – Das Institut für Berufliche Bildung

Wir wollen hier auch Institutionen und Unternehmen zu Wort kommen lassen, die bereits strukturell auf dem Weg in die Digitalisierung sind. Wie wird der Schritt zu digitalen Angeboten vollzogen? Wo liegen die Schwierigkeiten? Was heißt Präsenz in diesem Prozess?
Markus Trapp hat die Schritte für die Hamburger Staatsbibliothek beschrieben. Heute sprechen wir mit  Clemens Arnold-Hoffmann, Vorstandsmitglied im Institut für berufliche Bildung AG (IBB). Nach einer kurzen Beschreibung des IBBs werden wir im Videointerview einzelne Fragen vertiefen.

 

Welche Bildung bietet das IBB an? 

(Arnold-Hoffmann) Das IBB ist spezialisiert auf die berufliche Weiterbildung. Hier ist unsere Palette sehr breit: vom kaufmännischen Bereich bis zu IT-Spezialisten, Pflegeberufe, Grafik, gewerblich-technische Kurse, Managementthemen. Z. Z. über 1.000 Angebote.

Für welche Zielgruppe sind Ihre Angebote?

Wir haben Angebote in der geförderten Weiterbildung genauso wie für Privatkunden. Für Firmenkunden betreiben wir extra eine Business Akademie.

Wie finanzieren Sie das Angebot?

Dementsprechend über die Bundesagentur für Arbeit, Jobcenter oder andere öffentliche Kostenträger und Privatzahlen bzw. Firmen.

Haben sich die Angebote durch die Digitalisierung verändert?

Wir betreiben seit 8 Jahren eine Virtuelle Akademie (VIONA®), die es uns ermöglicht, Lerngruppen aus ganz Deutschland zusammen zu fassen. Dadurch können wir unseren Kunden eine sehr große Zahl an kurzfristig startenden Weiterbildungen anbieten, was vorher bei reinen Präsenzangeboten nicht möglich war. Stark verändert haben sich auch die Methoden. Unsere Dozenten erhalten extra Fortbildungen, um den Anforderungen virtueller Seminarräume gerecht werden zu können.

Sehen Sie die Entwicklung am Markt für Ihre Einrichtung positiv?

Durchaus. Nicht zuletzt dadurch, dass wir ein Partnerprogramm aufgelegt haben, das es auch anderen Bildungsanbietern erlaubt, ihren Kunden unsere zahlreichen Kurse anbieten zu können.

Das nachfolgende Video hat einige Tonprobleme, wir bitten das zu entschuldigen.

3 Gedanken zu “Der Weg ins Digitale – Das Institut für Berufliche Bildung

  1. Danke, lieber Joachim, für das interessante Interview. Unser Blog bleibt spannend!
    Ich habe mir ganz konventionell auf Papier gleich ein paar Anstriche notiert:
    – Weg von der dezentralen zur zentralen Organisation, wenn es um digitale Lernangebote geht.
    – Leitungsaufgabe!
    – Zentrale Vorgaben sind wichtig, aber: MA haben Angst, Entscheidungsspielräume zu verlieren. (?)
    – Es bleibt ein soziales System.
    – Menschen kommen zum Lernen im virtuellen Raum in die Bildungseinrichtung, Lernen von zu Hause ist eher die Ausnahme.
    – Neue Aufgaben der MA vor Ort: Lernprozess begleiten, Hilfestellung leisten, Coaching
    – Lernende zu verschiedenen Themen treffen sich in einem Raum vor Ort und sitzen nebeneinander (Aha! So wirds im Xpert Business LernNetz sein)
    – Der gemeinsame Lernort verbindet die Teilnehmenden, z. B. in den Pausen.
    – Klassentreffen entstehen auch aus virtuellen Lerngruppen.
    Und:
    Kooperationen sind sinnvoll und vereinfachen es für uns, digitale Lernangebote ins Programm aufzunehmen. Hier zeigt sich für mich Licht am Horizont. Eigene Angebote auf eine eigene Lernplattform zu stellen – ein fast unüberwindbarer Berg stand da bisher vor mir. Langsam wird der Weg zur virtuellen VHS klarer.
    Mit Samba-Power vom VHSTag-Abschluss in Berlin gehts an die Arbeit.

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