Social-Media Gelassenheit

Viel Irritation entsteht derzeit durch das Verbreiten und vielfache Teilen von falschen Informationen in Social-Media. ELW könnte dieses Thema sehr gut aufgreifen. Ein einfaches, sehr praktisch orientiertes Kurskonzept, ist die Vermittlung der „Sieben Regeln für mehr Social-Media-Gelassenheit„. Wir haben mit dem Autor Kontakt aufgenommen und er hat uns erlaubt, diese Regeln in VHS-Kursen zu vermitteln.

 


Sieben Regeln für mehr Social-Media-Gelassenheit

Grundlage für die Regeln ist dieser Blogpost von Dirk von Gehlen.

Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz. Wir unterstützen ausdrücklich die Weiterverwendung in der Erwachsenenbildung und in der Schule!

 

 


1.

Ich bin mir bewusst, dass eine von mir verbreitete Information gerade bei Freunden als verlässlich wahrgenommen wird. Dieser Verantwortung meinen Freunden gegenüber versuche ich gerade in schwierigen Situationen gerecht zu werden – und poste deshalb nicht unüberlegt.


2.

Bevor ich etwas veröffentliche oder an meine Freunde schicke, atme ich dreimal tief durch – und suche mindestens zwei verlässliche Quellen für die Informationen.


3.

Ich verbreite keine Gerüchte! Ich halte mich nur an bestätigte Informationen und versuche mich von Spekulationen fernzuhalten. Deshalb halte ich mich an offizielle Stellen, an seriöse Medien und verifizierte Accounts!


4.

Ich poste, retweete und verbreite keine Bilder und Filme, deren Herkunft ich nicht kenne. Ich bin mir bewusst, dass derartige Nachrichtenlagen Betrüger anziehen, die mit Absicht Fotomontagen und bewusste Lügen verbreiten. Ich unterstütze dies nicht durch unvorsichtiges Weiterverbreiten.


5.

Informationen und Bilder, die im Zusammenhang mit der Tat stehen, übermittle ich der Polizei und mache sie nicht öffentlich. Besonders dann nicht, wenn sie die Menschenwürde der Opfer verletzen und den Tätern nützen.


6.

Ich hüte mich davor, sofort Problemlösungen zu verbreiten. Ich kenne den Reflex des „kommentierenden Sofortismus“ (Bernhard Poerksen) und folge ihm nicht. Ich verbreite keine einseitigen Schuldzuweisungen und gebe diesen auch durch Retweets und Zitate keine Bühne.


7.

Egal wie schlimm die Situation sein mag, ich werde nicht in Panik verfallen und selber dazu beitragen, dass Angst sich verbreitet. Das ist das zentrale Ziel von Terror: Angst und Hass zu verbreiten. Dem widersetze ich mich! Durch mein eigenes Verhalten trage ich vielmehr dazu bei, Social-Media-Gelassenheit zu verbreiten.


Hier die 7 Regeln als   DIN A4 Karten zum Ausdrucken.

 

 

 


 

 


Zur Vorbereitung der Lehrenden:

 

 

 

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